Nach einer nötigen Neuinstallation eines RPIs mit Trixie lite fiel mir auf, dass die Namensauflösung nicht gut funktioniert, d.h. einige Netzwerknamen wurden nicht in Statistik der Webgui übertragen.
Ich habe schon seit langer Zeit alle meine Clients mit Namen in der Datei /etc/host hinterlegt. Damit funktiniert die Zuordnung der Clientnamen unter IPv4 und IPv6 sehr zuverlässig und unabhängig davon, was der Router kann oder eben nicht. Diese /etc/hosts wird jedoch nun bei jedem Reboot durch die Trixie Cloud-Services überschrieben.
Nach einer Recherche soll das Problem durch ein Update des PI Imagers (2.0.10) behoben sein, ist es allerdings (noch) nicht.
Um die Trixie Cloud-Services abzuschalten, gibt es ein paar Workarounds
1. Eine Sperrdatei anlegen:
sudo touch /etc/cloud/cloud-init.disabled
Anschließend neu booten und die Datei /etc/hosts überprüfen
sudo reboot
sudo nano /etc/hosts
Sind die eingetragenen Clients noch enthalten?
2. Die Cloud-Services dauerhaft deinstallieren. Dies hat den weiteren Vorteil, dass der Pi schneller startet, da er sich nicht mit Initialisierungen einer nicht vorhandenen Cloud (bei mir) beschäftigen muss.
sudo apt-get purge cloud-init -y
Verzeichnisse ebenfalls entfernen
sudo rm -rf /etc/cloud/ && sudo rm -rf /var/lib/cloud/
... und rebooten
sudo reboot
Nach dem Abschalten steuert das System den Hostnamen und die Netzwerkeinstellungen wieder exakt über die klassischen lokalen Konfigurationsdateien des Betriebssystems.
Wer eine andere Idee oder einen Tipp hat, bitte gern ergänzen.